Auswandern & Steuern sparen
Auswandern und Steuern sparen: Wo es sich lohnt, was es kostet und welche Regeln Sie kennen müssen
Wer aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz wegzieht, kann seine Steuerlast drastisch senken — legal und dauerhaft. Aber zwischen der Schlagzeile "0 % Einkommensteuer" und einem funktionierenden Leben im Zielland liegen Dutzende Detailfragen: Wer besteuert die Rente? Was passiert mit den GmbH-Anteilen? Wie viel kostet eine internationale Schule? Und wann gilt man überhaupt als ausgewandert? Dieser Artikel gibt den Überblick — von der Steuersystematik über die beliebtesten Zielländer bis zu konkreten Rechenbeispielen.
Zuletzt aktualisiert am 09.09.2026 · Von der dont-tax.me Redaktion · Lesezeit ca. 14 Minuten
Warum sparen Auswanderer überhaupt Steuern?
Deutschland besteuert nach dem Welteinkommensprinzip: Wer hier unbeschränkt steuerpflichtig ist, versteuert sein gesamtes Einkommen — egal, wo es erwirtschaftet wird. Der Spitzensteuersatz von 42 % greift 2026 ab rund 69.000 € zu versteuerndem Einkommen, ab etwa 278.000 € gelten 45 %. Dazu kommen Solidaritätszuschlag (ab höheren Einkommen), gegebenenfalls Kirchensteuer und für Selbstständige die volle Kranken- und Pflegeversicherung. Kapitalerträge werden pauschal mit 26,375 % (Abgeltungsteuer plus Soli) belastet. Österreich liegt mit bis zu 55 % und 27,5 % KESt ähnlich; die Schweiz ist je nach Kanton deutlich günstiger, kennt aber eine Vermögenssteuer.
Andere Länder besteuern grundsätzlich anders — und genau darin liegt der Hebel. Wer seine steuerliche Ansässigkeit wirksam verlegt, unterliegt ab dem Wegzug dem Steuerrecht des neuen Wohnsitzlandes. Die Ersparnis entsteht nicht durch Tricks, sondern durch den Wechsel des Steuersystems.
Drei Gruppen profitieren besonders:
- Unternehmer und GmbH-Inhaber, die Gewinne ausschütten: Dividenden werden in vielen Ländern niedrig oder gar nicht besteuert.
- Ruheständler, deren Rente und Kapitalerträge im Zielland unter Sonderregime fallen (z. B. 7 % Pauschale in Griechenland, 5 % auf Auslandsrenten in Zypern).
- Familien mit hohem Erwerbseinkommen, bei denen Ehegattensplitting und Kinderfreibeträge die Progression nur wenig abmildern.
Legal, aber nicht beliebig
Steuern durch Auswandern zu sparen ist legal, solange der Wegzug real ist: Sie geben Ihren deutschen Wohnsitz auf, verlegen Ihren Lebensmittelpunkt und werden im Zielland steuerlich ansässig. Scheinwohnsitze, ein beibehaltenes Haus in Deutschland oder eine Familie, die zurückbleibt, führen regelmäßig dazu, dass das Finanzamt die Ansässigkeit weiter in Deutschland sieht — mit Nachzahlungen und Strafzuschlägen.
Welche Steuersysteme gibt es weltweit?
Ob sich ein Land lohnt, hängt weniger vom Spitzensteuersatz ab als von der Systematik. Vier Modelle sind zu unterscheiden:
| Modell | Prinzip | Beispiele | Für wen interessant |
|---|---|---|---|
| Welteinkommen | Alle Einkünfte weltweit werden im Wohnsitzland besteuert | Deutschland, Österreich, Frankreich, Spanien, Kanada | Nur mit niedrigem Tarif oder Sonderregime attraktiv |
| Territorial | Nur Einkünfte aus inländischen Quellen werden besteuert; Auslandseinkünfte sind steuerfrei | Panama, Paraguay, Costa Rica, Hongkong, Singapur (mit Ausnahmen), Malaysia (ausländische Einkünfte teilweise) | Investoren, Unternehmer mit Auslandsgesellschaft, Ruheständler mit Auslandsrente |
| Remittance-Basis | Auslandseinkünfte werden nur besteuert, wenn sie ins Land überwiesen werden | Thailand (seit 2024 verschärft), Malta, Irland (für Non-Doms) | Wer Vermögen im Ausland belässt |
| Null-Steuer | Keine Einkommen- und Kapitalertragsteuer | VAE, Monaco, Bahamas, Cayman Islands, Bermuda, Katar | Alle — aber Lebenshaltungskosten und Sozialsystem beachten |
Hinzu kommen Sonderregime für Zuzügler, die ein an sich hochbesteuerndes Land für begrenzte Zeit attraktiv machen:
- Portugal — IFICI ("NHR 2.0"): 20 % Pauschalsatz auf qualifizierte Erwerbseinkünfte für zehn Jahre; das frühere NHR mit steuerfreien Auslandsrenten ist seit 2024 geschlossen.
- Spanien — Beckham-Regime: 24 % auf Erwerbseinkünfte bis 600.000 € für sechs Jahre; ausländische Kapitalerträge bleiben in Spanien unbesteuert.
- Italien — Pauschalbesteuerung: 200.000 € Jahrespauschale auf alle Auslandseinkünfte für Vermögende; 7 % Pauschale für Rentner in kleinen Gemeinden Süditaliens für zehn Jahre.
- Griechenland: 7 % Pauschale auf alle Auslandseinkünfte für Rentner (15 Jahre); 50 % Steuerbefreiung für zuziehende Arbeitnehmer und Selbstständige (sieben Jahre); 100.000 € Pauschale für Vermögende.
- Zypern — Non-Dom: 17 Jahre keine Sonderabgabe auf Dividenden und Zinsen; 5 % auf Auslandsrenten über 3.420 €; Steuerresidenz schon nach 60 Tagen möglich.
- Malta: Remittance-Basis mit Mindeststeuer; Global Residence Programme mit 15 % auf überwiesene Auslandseinkünfte.
- Schweiz — Pauschalbesteuerung: In vielen Kantonen für Ausländer ohne Erwerbstätigkeit möglich; Bemessungsgrundlage ist der Lebensaufwand.
Steuersystem als Filter
Im Explorer von dont-tax.me ist das Steuersystem für jedes der 190+ Länder hinterlegt. Sie können gezielt nach "territorial" oder "Sonderregime für Zuzügler" filtern und sehen für jede Stadt, welche Regel auf Ihr Profil (Unternehmer, Ruheständler, Familie, Investor) angewendet wird.
Welche Länder sind für deutsche Auswanderer steuerlich am attraktivsten?
Es gibt keine allgemeingültige Rangliste — ein Rentner mit 3.000 € Rente hat andere Kriterien als ein Unternehmer mit 300.000 € Ausschüttung. Die folgende Übersicht ordnet die beliebtesten Ziele nach ihrem Profil. Alle Steuersätze sind Stand 2026, Details ändern sich; der Explorer wird bei Gesetzesänderungen aktualisiert.
Europa (EU/EWR — Freizügigkeit, kein Visum nötig)
| Land | Einkommensteuer | Dividenden | Kapitalgewinne | Besonderheit | Typisches Profil |
|---|---|---|---|---|---|
| Zypern | 0 % bis 19.500 €, dann 20–35 % | 0 % (Non-Dom) | 0 % (außer zyprische Immobilien) | 60-Tage-Regel, 12,5 % KöSt, 5 % auf Auslandsrenten | Unternehmer, Investoren, Rentner |
| Portugal | 13–48 %, IFICI 20 % | 28 % | 28 % (50 % bei Immobilien) | IFICI für qualifizierte Tätigkeiten; Rentner ohne NHR voll steuerpflichtig | Familien, Angestellte mit IFICI |
| Malta | Remittance-Basis | 0 % auf nicht überwiesene | 0 % auf Auslandsgewinne | Mindeststeuer 5.000 €; komplexe Regeln | Investoren, Unternehmer |
| Griechenland | 9–44 %, 7 % für Rentner | 5 % | 15 % | Rentnerregime 15 Jahre; 50 % Befreiung für Erwerbstätige | Rentner |
| Italien | 23–43 %, 7 % für Rentner im Süden | 26 % | 26 % | 7 %-Regime nur in Gemeinden < 20.000 Einwohner in Süditalien | Rentner |
| Spanien | 19–47 %, Beckham 24 % | 19–28 % | 19–28 % | Beckham nur für Zuzug wegen Arbeit; Vermögensteuer je Region | Angestellte, Familien |
| Andorra | 0–10 % | 0 % (andorranische Dividenden) | 10 % | 10 % KöSt; passive Residenz mit Investition | Unternehmer, Investoren |
| Schweiz | Kantonal 20–45 % gesamt | Teilbesteuerung | 0 % private Wertpapiere | Vermögenssteuer, hohe Kosten, Pauschalbesteuerung möglich | Vermögende, Unternehmer |
| Estland | 22 % flat | 0 % (KöSt bei Ausschüttung) | 22 % | Ausschüttungsbesteuerung für Gesellschaften | Digital-Unternehmer |
| Bulgarien | 10 % flat | 5 % | 10 % | 10 % KöSt, niedrigste Kosten der EU | Unternehmer, Freelancer |
Naher Osten und Asien
| Land | Einkommensteuer | Dividenden/Kapitalgewinne | Besonderheit | Typisches Profil |
|---|---|---|---|---|
| VAE (Dubai, Abu Dhabi) | 0 % | 0 % | 9 % KöSt über 375.000 AED; Golden Visa ab 2 Mio. AED Immobilie; kein Sozialsystem | Unternehmer, Investoren |
| Singapur | 0–24 % | 0 % private Gewinne / 0 % Dividenden | Sehr hohe Kosten, strenge Aufenthaltsregeln | Unternehmer |
| Hongkong | 2–17 % | 0 % | Territorial, politisch im Wandel | Unternehmer |
| Malaysia (KL) | 0–30 % | 0 % Dividenden (Ausnahmen ab 2025), Auslandseinkünfte teils frei | MM2H-Visum mit Festgeld; niedrige Kosten | Rentner, Familien |
| Thailand | 5–35 % | Remittance-Basis | LTR-Visum; seit 2024 Besteuerung überwiesener Auslandseinkünfte | Rentner, Familien |
| Georgien | 20 %, 1 % für Kleinunternehmer | 5 % | Territorial für Privatpersonen; 1 Jahr visumfrei | Freelancer, Unternehmer |
Amerika
| Land | Einkommensteuer | Kapitalerträge | Besonderheit | Typisches Profil |
|---|---|---|---|---|
| Panama | 0 % auf Auslandseinkünfte | 0 % Auslandsquellen | Territorial; Pensionado-Visum ab 1.000 $/Monat; Friendly Nations | Rentner, Unternehmer |
| Paraguay | 0 % auf Auslandseinkünfte, 10 % inländisch | 0 % Auslandsquellen | Territorial; einfache Residenz; wenig Infrastruktur | Unternehmer, Investoren |
| Costa Rica | Territorial | 0 % Auslandsquellen | Pensionado ab 1.000 $; hohe Lebensqualität, hohe Kosten | Rentner |
| Uruguay | Steuerbefreiung auf Auslandseinkünfte für 11 Jahre (Wahlrecht) | Teilweise | Stabil, sicher, teuer | Rentner, Familien |
| Bahamas / Cayman | 0 % | 0 % | Sehr hohe Kosten; Residenz über Immobilie | Vermögende |
Hinweis
Steuersätze sind Nominalwerte für die Einordnung. Ob ein Land für Sie günstig ist, entscheidet die Gesamtrechnung aus Steuer auf Ihre Einkunftsarten, Sozialabgaben, Krankenversicherung und Lebenshaltungskosten. Für 1.300+ Städte rechnet der Explorer diese Gesamtrechnung mit Ihren Zahlen.
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Wann gilt man steuerlich als ausgewandert?
Die häufigste Fehlannahme: "Ich bin mehr als 183 Tage im Ausland, also bin ich dort steuerpflichtig." Für Deutschland ist das falsch. Die unbeschränkte Steuerpflicht endet nicht durch Abwesenheit, sondern durch die Aufgabe von Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt.
Wohnsitz (§ 8 AO)
Einen Wohnsitz hat, wer eine Wohnung innehat — also jederzeit nutzen kann. Eine möblierte Wohnung, die leer steht, ein Zimmer im Haus der Eltern mit eigenem Schlüssel, eine Ferienwohnung, die nicht dauerhaft vermietet ist: All das begründet nach ständiger Rechtsprechung einen Wohnsitz — auch bei 300 Tagen im Ausland.
Praxisregel: Verkaufen oder langfristig fremdvermieten (mindestens ein Jahr, ohne Nutzungsrecht). Möbel nicht "einlagern für später" in der eigenen Immobilie.
Gewöhnlicher Aufenthalt (§ 9 AO)
Wer sich mehr als sechs Monate zusammenhängend in Deutschland aufhält, hat hier seinen gewöhnlichen Aufenthalt. Kurze Unterbrechungen (Urlaub, Familienbesuch) zählen nicht als Unterbrechung.
Ansässigkeit nach Doppelbesteuerungsabkommen
Sind Sie in beiden Ländern ansässig — etwa weil Sie in Deutschland noch eine Wohnung halten —, entscheidet das DBA in dieser Reihenfolge (Art. 4 OECD-MA): ständige Wohnstätte → Mittelpunkt der Lebensinteressen → gewöhnlicher Aufenthalt → Staatsangehörigkeit. Der Mittelpunkt der Lebensinteressen ist der Punkt, an dem die meisten Wegzüge scheitern: Ehepartner und Kinder in Deutschland, Vereinsmitgliedschaften, Arztbesuche, Bankkonten — das Finanzamt wertet alle Indizien.
Und im Zielland?
Dort gelten eigene Regeln, meist 183 Tage oder ein Lebensmittelpunkt, manchmal auch weniger: Zypern 60 Tage (mit Bedingungen), VAE 90 Tage (mit Wohnung oder Arbeit) bzw. 183 Tage, Malta ohne festen Tageswert. Wichtig ist, dass Sie eine Ansässigkeitsbescheinigung des Ziellandes erhalten — ohne die erkennt Deutschland den Wegzug im Zweifel nicht an, und Banken verlangen sie zunehmend.
Mindesttage als Filter
Jede Stadt im Explorer weist die Mindestaufenthaltstage für die Steuerresidenz aus. Wer viel reist, filtert nach "≤ 90 Tage" und sieht sofort, welche Standorte mit einem mobilen Leben vereinbar sind.
Was kostet der Wegzug aus Deutschland?
Der Wegzug hat einen Preis — und der ist je nach Vermögensstruktur sehr unterschiedlich.
Wegzugsbesteuerung (§ 6 AStG)
Wer in den letzten zwölf Jahren mindestens sieben Jahre unbeschränkt steuerpflichtig war und mindestens 1 % an einer Kapitalgesellschaft (GmbH, AG, auch ausländische) hält, versteuert beim Wegzug die stillen Reserven — so, als hätte er die Anteile am Wegzugstag verkauft. Effektiv rund 27–28 % des fiktiven Gewinns (Teileinkünfteverfahren). Seit 2022 gibt es auch bei Wegzug in die EU keine zinslose Dauerstundung mehr; möglich ist eine Ratenzahlung über sieben Jahre gegen Sicherheit. Seit 2025 erfasst die Regel unter bestimmten Bedingungen auch Anteile an Investmentfonds (ab 1 % oder 500.000 € Anschaffungskosten). Bei Rückkehr innerhalb von sieben Jahren (verlängerbar auf zwölf) kann die Steuer entfallen.
Faustformel: GmbH-Wert 2 Mio. €, Stammkapital 25.000 € → fiktiver Gewinn ~1,975 Mio. € → Wegzugsteuer grob 540.000 €. Details: Firma ins Ausland verlegen & Wegzugsbesteuerung.
Erweiterte beschränkte Steuerpflicht (§ 2 AStG)
Wer in ein Niedrigsteuerland zieht (Einkommensteuer bei 77.000 € um mehr als ein Drittel unter der deutschen, oder Vorzugsbesteuerung für Zuzügler) und weiterhin wesentliche wirtschaftliche Interessen in Deutschland hat, bleibt bis zu zehn Jahre mit bestimmten deutschen Einkünften steuerpflichtig — über die normale beschränkte Steuerpflicht hinaus. Betroffen sind z. B. deutsche Beteiligungen über 25 %, deutsche Immobilien und Einkünfte über 62.000 €/Jahr aus Deutschland.
Beschränkte Steuerpflicht auf deutsche Einkünfte
Auch nach dem Wegzug bleiben deutsche Quellen steuerpflichtig: Mieteinkünfte aus deutschen Immobilien, gesetzliche Renten (sofern das DBA Deutschland das Besteuerungsrecht lässt), Gewinne aus deutschen Betriebsstätten. Dabei entfällt der Grundfreibetrag — bei kleinen deutschen Einkünften kann die Steuer daher sogar steigen, sofern kein Antrag auf fiktive unbeschränkte Steuerpflicht möglich ist (90 % der Einkünfte aus Deutschland).
Krankenversicherung
Mit der Abmeldung endet die gesetzliche Krankenversicherung. Innerhalb der EU können Rentner unter Bedingungen im deutschen System bleiben; alle anderen benötigen eine private oder lokale Versicherung. Je nach Alter und Land zwischen 100 und 1.500 €/Monat — ein Posten, der in vielen Ersparnisrechnungen fehlt.
Umzug, Doppelstrukturen, Beratung
Realistisch 15.000–50.000 € für Umzug, Übergangswohnungen, Beratung (Steuer, Recht, Visa) und Firmengründung im Zielland. Der Explorer stellt diese Einmalkosten im Break-even-Rechner der jährlichen Ersparnis gegenüber.
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Wie viel spart man wirklich? Drei Rechenbeispiele
Alle Werte werden live aus dem Explorer berechnet und bei Datenupdates aktualisiert. Sie zeigen die Gesamtrechnung: Steuern und Sozialabgaben auf das jeweilige Profil, abzüglich der Lebenshaltungskosten vor Ort.
Beispiel 1: GmbH-Inhaber, 80.000 € Gehalt + 100.000 € Ausschüttung, Familie mit zwei Kindern
GmbH-Inhaber, 80.000 € Gehalt + 100.000 € Ausschüttung, Familie mit zwei Kindern
| Deutschland (Aachen) | Limassol | Dubai | Lissabon | |
|---|---|---|---|---|
| Steuer auf Gehalt | 14.990 € | 17.885 € | 0 € | 38.400 € |
| Steuer auf Ausschüttung | 26.375 € | 0 € | 0 € | 25.000 € |
| Sozialabgaben / Krankenversicherung | 15.029 € | 5.218 € | 0 € | 12.000 € |
| Lebenshaltungskosten Familie / Jahr | $56,837 | $68,090 | $94,948 | $66,593 |
| Verfügbar / Jahr | 123.606 € | 156.897 € | 180.000 € | 104.600 € |
| Ersparnis gegenüber Deutschland | — | +33.291 € | +56.394 € | -19.006 € |
Lebenshaltungskosten als Näherung auf Basis eines Familien-Haushalts in US-Dollar; Steuer- und Einkommenswerte in Euro.
Nicht enthalten: einmalige Wegzugsteuer auf die GmbH-Anteile. Der Break-even-Rechner zeigt, nach wie vielen Jahren sich der Wegzug trotzdem rechnet. → Szenario im Explorer öffnen
Beispiel 2: Ruheständler-Ehepaar, 4.000 € Rente/Monat + 20.000 € Kapitalerträge/Jahr
Ehepaar, 4.000 € Rente/Monat + 20.000 € Kapitalerträge/Jahr
| Deutschland | Paphos | Algarve | Chiang Mai | |
|---|---|---|---|---|
| Steuer auf Rente + Kapitalerträge | 20.697 € | 11.269 € | 30.240 € | 7.200 € |
| Krankenversicherung Paar / Jahr | – | 1.440 € | 1.200 € | 720 € |
| Lebenshaltungskosten Paar / Jahr | $23,196 | $28,389 | $21,846 | $9,415 |
| Verfügbar / Monat | 3.942 € | 4.728 € | 3.147 € | 5.067 € |
Lebenshaltungskosten als Näherung auf Basis eines Expat-Haushalts in US-Dollar; Steuer- und Einkommenswerte in Euro.
→ Szenario öffnen · Vertiefung: Auswandern als Rentner
Beispiel 3: Investor, 200.000 € Kapitalerträge/Jahr, kein Arbeitseinkommen
Investor, 200.000 € Kapitalerträge/Jahr, kein Arbeitseinkommen
| Deutschland | Dubai | Singapur | Zypern | |
|---|---|---|---|---|
| Steuer auf Kapitalerträge | 52.750 € | 0 € | 0 € | 0 € |
| Lebenshaltungskosten / Jahr | $20,354 | $39,338 | $43,099 | $18,343 |
| Ersparnis / Jahr | — | +52.750 € | +52.750 € | +52.750 € |
Lebenshaltungskosten in US-Dollar (Single-Haushalt), Steuer- und Ersparniswerte in Euro.
→ Szenario öffnen · Vertiefung: Länder ohne Kapitalertragsteuer
Warum die Lebenshaltungskosten in die Rechnung gehören
Dubai spart die meiste Steuer — und kostet für eine Familie mit zwei Kindern in internationalen Schulen schnell 30.000–50.000 € mehr pro Jahr als Paphos. Der Explorer zeigt deshalb nie nur die Steuerersparnis, sondern das verfügbare Einkommen nach Steuern und Kosten. Das ist die Zahl, die über Ihre Lebensqualität entscheidet.
Welche Fehler machen Auswanderer am häufigsten?
- Wohnung in Deutschland behalten. Der Klassiker. Führt zur Doppelansässigkeit und im Zweifel zur weiteren deutschen Steuerpflicht. Verkaufen oder langfristig vermieten.
- Familie bleibt zurück. Ehepartner und minderjährige Kinder in Deutschland = Mittelpunkt der Lebensinteressen in Deutschland, unabhängig von Ihren Reisetagen.
- Wegzugsteuer vergessen. Wer GmbH-Anteile hält und sich ohne Planung abmeldet, löst die Steuer aus — ohne Liquidität für die Zahlung.
- Nur den Steuersatz vergleichen. 0 % Steuer bei doppelten Lebenshaltungskosten und 20.000 € Schulgeld pro Kind ist nicht automatisch besser als 15 % bei halben Kosten.
- Krankenversicherung nicht geklärt. Vor allem bei Ruheständlern: Die GKV endet, die private Versicherung ab 65 ist teuer oder wird verweigert.
- Sonderregime falsch verstanden. Portugals NHR ist geschlossen, Thailands Remittance-Regel wurde 2024 verschärft, Malaysias Dividendenfreiheit 2025 eingeschränkt. Blogartikel von 2022 sind wertlos.
- Keine Ansässigkeitsbescheinigung. Ohne Nachweis aus dem Zielland fällt der Wegzug im Zweifel zurück auf Deutschland.
- Erweiterte beschränkte Steuerpflicht ignoriert. Wer nach Dubai zieht und eine 30-%-Beteiligung an einer deutschen GmbH behält, bleibt zehn Jahre im Blick des Finanzamts.
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Wie findet man den passenden Standort?
Die Reihenfolge ist entscheidend. Wer mit "Welches Land hat die niedrigsten Steuern?" beginnt, landet bei Vanuatu. Wer mit "Wie wollen wir leben?" beginnt, landet bei einer Shortlist, die auch in fünf Jahren noch trägt.
Schritt 1 — Harte Kriterien festlegen. Klimazone, Flugzeit nach Deutschland, Sprache, Schulen, Gesundheitssystem, Sicherheit. Das reduziert 1.300 Städte auf 50.
Schritt 2 — Steuerprofil eingeben. Einkunftsarten (Gehalt, Ausschüttung, Rente, Kapitalerträge), Höhe, Familienstand. Der Rechner wendet pro Stadt das passende Regime an und zeigt die Gesamtrechnung — das reduziert 50 auf 10.
Schritt 3 — Nebeneinander vergleichen. Zwei bis vier Städte im Direktvergleich: Steuer, Kosten, Schule, Visum, Mindesttage, 10-Jahres-Prognose, Break-even nach Umzugskosten.
Schritt 4 — Vor Ort prüfen, Berater einbinden. Mit einer Shortlist von zwei bis drei Städten sind Probeaufenthalt und Beratung effizient. Der Steuerberater bewertet Wegzugsteuer und DBA für konkrete Ziele statt für "irgendwo".
In 5 Minuten zur Shortlist
Der Explorer ist kostenlos nutzbar; Premium-Filter (Steuerresidenz-Tage, Visa-Schwierigkeit, Schulkosten) und Detailanalysen gibt es einmalig ab 49 $. Das ist weniger als eine Viertelstunde Steuerberatung — und ersetzt Monate Recherche.
Häufige Fragen zum Auswandern und Steuern sparen
Bei Einkommen- und Kapitalertragsteuer: VAE, Monaco, Bahamas, Cayman Islands (0 %). Innerhalb der EU sind Zypern (Non-Dom), Malta und Bulgarien am günstigsten; für Rentner Griechenland und Italien mit 7 %-Pauschale. Entscheidend ist aber die Gesamtrechnung inklusive Lebenshaltungskosten — die fällt für jedes Profil anders aus.
Die Abmeldung beim Einwohnermeldeamt ist notwendig, aber nicht ausreichend. Steuerlich entscheidend ist die tatsächliche Aufgabe von Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt sowie die Verlagerung des Lebensmittelpunkts.
Nur sehr begrenzt. Ein Zweitwohnsitz im Ausland ändert an der deutschen Steuerpflicht nichts. Wer in Deutschland wohnt, versteuert hier sein Welteinkommen.
Mit dem Tag der Wohnsitzaufgabe endet die unbeschränkte Steuerpflicht; das Wegzugsjahr wird geteilt veranlagt. Die erweiterte beschränkte Steuerpflicht kann bis zu zehn Jahre nachwirken, die Wegzugsteuer wird im Wegzugsjahr fällig.
Beides können Sie behalten. Kapitalerträge aus deutschen Depots unterliegen nach dem Wegzug keiner deutschen Abgeltungsteuer mehr (außer bestimmten Dividenden mit Quellensteuer); die Bank benötigt Ihre neue Steueransässigkeit (CRS-Meldung).
Die Grundprinzipien ja, die Details nicht: Österreich kennt eine eigene Wegzugsbesteuerung mit Ratenzahlung, die Schweiz keine Wegzugsteuer auf Privatvermögen, aber eine Quellensteuer auf Vorsorgeguthaben. Der Explorer rechnet mit dem jeweiligen Herkunftsland.
Nein. dont-tax.me beantwortet die Frage "Wohin?" mit Daten für 1.300 Städte. Die Umsetzung — Wegzugsteuer, DBA-Anträge, Abmeldung, Firmenstruktur — gehört zu einem Berater, der dann mit Ihrer Shortlist arbeitet.
So funktioniert dont-tax.me
Filtern
1.300+ Städte nach Steuerlast, Lebenshaltungskosten, Sicherheit, Klima, Visa, Internet und 200+ weiteren Datenpunkten filtern.
Personalisieren
Einkommen, Status (Ruheständler, Unternehmer, Investor, Familie) und Heimatland angeben. Der Rechner berücksichtigt die jeweiligen Steuerregime.
Entscheiden
Exakte Ersparnis pro Stadt, Break-even nach Umzugskosten, 10-Jahres-Prognose. Städte per Klick nebeneinander vergleichen.
1.300+ Städte · 190+ Länder · 200+ Datenpunkte · Daten regelmäßig aktualisiert
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